SONGTEXTE

All die Jahre

Ich blick‘ auf den Fluss
heut‘ am nebligen Tag.
Seh die Kirche und den Fernsehturm
verdeckt, als ich auf der Brücke fahr.

Es ist ein ganz normaler Tag.
Jedes Schiff schwimmt schwer
durch das strömende Nass.
Vollbeladen, mit Containern besetzt,
trägt es seine schwere Last.

All die Jahre
fließt der Fluss Tag für Tag
bis hin zum Ozean.

All die Jahre
schreibt sich seine Ewigkeit
tief in die Zeit.

In jedem Büro
läuft die Arbeitsuhr
schneller als sich Albert Einstein und die Zeit
das jemals haben gedacht.

Es ist ein ganz normaler Tag
und der Gott der Stadt
sieht zufrieden, dass
alle Menschen ihn heut feiern
in der Messe mit lautem Lobgesang.

All die Jahre
fließt der Fluss Tag für Tag
bis hin zum Ozean.

All die Jahre
schreibt sich seine Ewigkeit
tief in die Zeit.

All die Jahre
folgen ihm alle Seelen.

Yeah, yeah,yeah,
yeah, yeah, yeah.
Yeah, yeah,yeah,
yeah, yeah, yeah.

Von den Römern, ihren Siegen
bis hin zu allen Kriegen
fielen ganze Reiche
und blühten
die Träume vieler Zeiten.
Doch all‘ das ist Vergangenheit
und das Einzige, das bleibt, ist

All die Jahre,
fließt der Fluss Tag für Tag
und der Ozean.

All die Jahre,
und die Ewigkeit.

All die Jahre,
fließt der Fluss Tag für Tag
bis hin zum Ozean.

All die Jahre
schreibt sich seine Ewigkeit
tief in die Zeit.

All die Jahre
folgen ihm alle Seelen.

All die Jahre
All die Jahre
All die Jahre
All die Jahre

Blatt im WInd

Blatt im Wind
Fliegt dahin ganz geschwind
Von Ort zu Ort
In einem fort.
Ich gäbe zu,
Wär ich ehrlich und klug,
Dass ich oft bin,
Wie ein Blatt im Wind.

Manchmal lieg ich in der Nacht,
Mach mir Gedanken und bin wach.
Dann wird mir ganz einfach klar:
Alles was bleibt ist das Blatt.

Fragt man mich,
Warum ich denn so bin.
Sag ich nicht viel,
Denn es ist diffizil.
Der Wind, er treibt
Und er zeigt uns dabei,
Was zu starr steht,
Das einst zerbricht.

Meistens zeig ich in die Luft,
Wenn der Wind nach uns ruft.
Dann wird ihnen plötzlich klar:
Zu treiben macht auch manchmal Spaß!

SOLO

Blatt im Wind
Fliegt dahin ganz geschwind
Von Ort zu Ort
In einem fort.
Ich gäbe zu,
Wär ich ehrlich und klug,
Dass ich oft bin,
Wie ein Blatt im Wind.

Manchmal bin ich heute hier
Morgen dort oder mit dir.
Dann wird uns vielleicht auch klar:
Alles was war weiß das Blatt.

Café Deutschland

Herzlich willkommen im Café Deutschland,
kommt nur herein und nehmt doch Platz!
Herzlich willkommen im Café Deutschland,
hier geht immer etwas ab.

´49 geht es los,
der Kriegsverdruss, er ist noch groß,
wir wissen nicht, wie´s weiter geht
in unserer Republik.
Chancen auf ein Wirtschaftswunder
schlechter noch als eins zu hundert.
Ludwig Erhard lässt nicht locker,
langsam können alle hoffen.

Axel Springer macht die Bild,
die Weisheit mit dem roten Schild.
Rock´n´Roll mit Peter Kraus,
der Käfer kommt groß ‘raus.
Weltmeister mit Helmut Rahn,
die Knef im Kino, etwas nackt.
Grass, der trommelt laut auf Blech,
Heinz Erhard lacht sich weg.

Herzlich willkommen im Café Deutschland,
kommt nur herein und nehmt doch Platz!
Herzlich willkommen im Café Deutschland,
hier geht immer etwas ab.

Star Club Beatles Reeperbahn,
hier fing damals alles an.
Kennedy kommt nach Berlin,
der Mauerbau, er teilt uns tief.
Kommunismus, Kalter Krieg,
Kubakrise, Rot verliert.
Die Welt hat nochmal Glück gehabt.
Straßenkämpfe, Vietnam,
Studenten steh´n jetzt nicht mehr stramm.
Der Schah und Farah Diba,
Willy Brandt gewinnt in Bonn.
Kommunensex mit Uschi O., Oswald Kolle sowieso.
Spießer stöhnen laut „Oh je!“,
die Republik, sie rockt und poppt.

Herzlich willkommen im Café Deutschland,
kommt nur herein und nehmt doch Platz!
Herzlich willkommen im Café Deutschland,
hier geht immer etwas ab.

Öl, die Krise, Brandt, Guillaume,
Helmut Schmidt, der macht das schon.
Hitparade, Schlagerpop,
Loriot, Der Große Preis.
Beckenbauer, Bundesliga,
Hijacking im Urlaubsflieger.
RAF, der Terrorherbst,
Biermann aus der DDR.

Boris Becker, Claudia Schiffer,
Party Techno, Ganja Kiffer,
Schröder, Fischer, Kosovo,
der Neue Markt, Portfolio.
Wirtschaftscrash und Chaostage,
Bänker sind die größte Plage.
Deutschland sucht den Superstar,
da fällt mir nichts mehr ein.

Herzlich willkommen im Café Deutschland!

Herzlich willkommen im Café Deutschland,
kommt nur herein und nehmt doch Platz!
Herzlich willkommen im Café Deutschland,
hier geht immer etwas ab.

Herzlich willkommen im Café Deutschland,
kommt nur herein und nehmt doch Platz!
Herzlich willkommen im Café Deutschland,
hier geht immer etwas ab.

Herzlich willkommen im Café Deutschland,
kommt nur herein und nehmt doch Platz!
Herzlich willkommen im Café Deutschland,
hier geht immer etwas ab.

Café Deutschland, Café Deutschland,
Café Deutschland, Café Deutschland,
Café Deutschland, Café Deutschland,
Café Deutschland,
hier geht immer etwas ab.

Die Ballade von Doktor Robert

An der Theke seh ich hier doch öfters diesen Typ.
Die Haare schwarz und kiloweise Gel hineingerührt.
Wannabe die Kleidung, immer glatt geleckt.
Top-Designer T-Shirt in die Hose reingesteckt.
“Anna, sag mal, kennst du den?“
„Ach, Doktor Robert, der ist total nett.“

„Bin seit kurzem hier bei euch in dieser schönen Stadt.
Bin im Management, mache Geldanlage.“
Schon nach kurzer Zeit hat Doktor Robert viele Fans.
Sogar Tom, der so kritisch, schleimt sich an ihn ran.
„Tom, sag mal, was soll das denn?“
„Mann, sagt der, das ist Doktor Robert.“

Nach nem Monat grüßt ihn fast schon unser halbes Viertel,
Wenn der im Café am Nachmittag bestellt.
Viele haben ihr Erspartes bei ihm angelegt.
„Man muss jetzt doch kaufen,“ hat er allen noch erzählt.
Doktor Robert sagt mir: „Tu doch auch mal was.
Vielleicht musst du dann auch nicht mehr Fahrrad fahrn.“

Denk mir bei dem ganzen Kram die haben einen Knall.
Alle tanzen immer um das blenden goldne Kalb.
Hätten gern fürs Leben ihr privates Triple A
Eingerahmt im Mittelpunkt von ihrem Selbstportrait.
Doktor Robert zeigt ganz klar,
Die Gier des Menschen ist wohl elementar.

Ein Jahr später seh ich ihn zu Fuß am Bürgersteig.
Frag ihn, wie es denn so läuft und wo der Porsche sei.
„Ach, die Firma, die ist jetzt pleite und der Job verlorn.
Fahr den Porsche lang nicht mehr, die Kohle, die ist auch fort.
„Doktor Robert, sag ich, man, das ist ja was.
Wenn du willst, ich hab für dich noch‘n altes Rad.“

Draußen vor der Stadt

Ich kenne einen Platz
Fern der Straßen und der Hast,
Wo ich als Kind schon früher war.
Draußen vor der Stadt.

Tags wird hier oft gespielt
Von den Kindern, die so gern hier sind,
Wo Fabriken in der Ferne fliehn.
Draußen vor der Stadt.

Zur Sommerzeit rannten wir ins Feld
Von Abenteurlust beseelt.
Sie gehörte uns, die weite Welt.
Draußen vor der Stadt.

Viele Jahre ist das her
Und ich lebe dort nicht mehr.
Doch kein Platz, wo ich lieber wär,
Als draußen vor der Stadt.

Epilog

Das Dachzimmer im Mondenschein
Ruhig vorbei fließt Vater Rhein,
Der mich so manche Mitternacht
An meinem Pult bewacht.
Mit Gitarre und Papier,
Ja, so saß ich hier.
Und ging, um euch nicht zu störn
Beim Lesen und beim Hörn.
Nahm euch mit auf große Fahrt
Auf meine Eigenart.
Aufs Land nach Andalusien
Mit Versen, orgnellen und gliehenen.
So lasst euch von den Alten leiten,
Den Geistern und den Bücherseiten.
Sie müsst ihr nicht erst laden,
Nur auf müsst ihr sie noch schlagen.

Es ist Zeit

Heute Morgen eine falsch gestimmte Welt
Fragst du mich, wie es mir geht.
Nun es ist nicht leicht zu sagen,
bei all den Dingen, die passieren.

Es ist Zeit
Was zu ändern.
Es ist Zeit
Mehr zu geben.

Unterwegs in einer Welt schnell wie Licht,
Ohne Pause und ohne Verzicht.
Seh ich uns durchs Leben ziehn
In dem wir uns so leicht verliern.

Fragend die Augen eines Kindes
Sehen eine Welt die blind ist.

Heute Morgen eine falsch gestimmte Welt
Fragst du mich, wie es mir geht.
Nun es ist nicht leicht zu sagen,
bei all den Dingen, die passiern.

Es ist Zeit
Was zu ändern.
Es ist Zeit
Mehr zu geben.

Es ist Zeit
Was zu ändern.
Es ist Zeit
Mehr zu geben.

Fajo

Fajo,
mein Land
hinterm Horizont.

Fajo,
Abenteuer,
die gibt es dort.

Kommst du mit
und machst das Schiff heut klar?
Wind für Wind
durch die Meere fahren.

Keine Straßen
unter Neptuns Blick,
wie Piraten
stehlen wir uns weg.

Fajo,
mein Land
hinterm Horizont.

Fajo,
Abenteuer,
die gibt es dort.

Kommst du mit
und schnürst die Stiefel fest?
Schritt für Schritt
über Berge gehen.

Keine Straßen
hier am hohen Weg,
die Gipfel verlassen,
frei und unberührt.

Fajo
Fajo
Fajo
Fajo

„Es gibt drei goldene Regeln für das Schreiben von Songs. Leider sind sie so geheim, das keiner sie kennt.“

Christian Jahl

Große kleine Stadt

Ich ging heut durch die Straßen bis zum Fluss entlang,
Heinrich Heine schrieb hier seinen ersten Vers.
Blickte auf den Rhein und seinen Wellengang.
Alles war perfekt.

Ich spielte abends oft in einer kleinen Bar,
Sang hier mit Gitarre meinen ganzen Kram.
Dort traf ich dich als es spät am Abend war,
Bei deinen Augenblicken war mir augenblicklich warm.

Ich hätt´s nie gedacht, dass ich dich treff,
In dieser großen, großen, kleinen Stadt.
Die Liebe kommt, irgendwann, irgendwo.
Wo auch sonst als hier als hier in Düsseldorf?

Wir trafen uns von jetzt an fast an jedem Tag,
Ratinger, im Rheinpark oder in der Bar.
Ich merkte immer mehr, dass ich dich wirklich mag,
Direkt, unmittelbar.

In Minuten passte plötzlich eine Ewigkeit
Meine Schritte wurden langsam schwerelos.
Alles kam mir vor wie reinste Zauberei,
Wir waren ´ne Rakete die ging täglich los.

Ich hätt´s nie gedacht, dass ich dich treff,
In dieser großen, großen, kleinen Stadt.
Die Liebe kommt, irgendwann, irgendwo.
Wo auch sonst als hier, in Düsseldorf?

Ich hätt´s nie gedacht, dass ich dich treff,
In dieser großen, großen, kleinen Stadt.
Die Liebe kommt, irgendwann, irgendwo.
Wo auch sonst als hier, in Düsseldorf?

Nach ein paar großen Wochen saß ich in der Stadt,
Wo Napoleon und Schumann früher auch schon waren.
All die großen Menschen die Düsseldorf einst sah,
In Jahrhunderten bis hin zu diesem Tag.
Der größte Mensch jedoch, der bist du.
Ich traf ihn hier am Rhein in einer kleinen Bar.

Ich hätt´s nie gedacht, dass ich dich treff,
In dieser großen, großen, kleinen Stadt.
Die Liebe kommt, irgendwann, irgendwo.
Wo auch sonst als hier, in Düsseldorf?

Ich hätt´s nie gedacht, dass ich dich treff,
In dieser großen, großen, kleinen Stadt.
Die Liebe kommt, irgendwann, irgendwo.
Wo auch sonst als hier, in Düsseldorf?

Hochwasser

Weißt du gestern rissen sie die Häuser ab,
Grau klafft die Wunder in der Straße, wo
Mein Opa früher schon spazieren war.
Jetzt sind sie weg, einfach so.

Luxushäuser sollen hier entsteh‘n,
Baulöwen stecken ihr Revier neu ab,
Umzingeln die Beute enger und eng.
Als der Fluss nach dem Ufer greift mit nasser Hand.

Alles wird sich ändern, das ist wohl ein Fakt.
Wie das Wasser, die Ufer überschwemmt.
Doch der Fluss nimmt auch wieder ab.
Daran denk ich heut beim Hochwasser.

Um die Ecke treffe ich die Frau Linden
Sie erzählt mir, dass sie wegziehen muss.
Was Erschwingliches kann sie nirgends finden
Und dazu die OP an ihrem Fuß.

Der Wert, der steigert seinen Wert,
Für die Menschen, die hier nicht mehr sind.
Glaubt jemand, das sei verkehrt?
Als der Fluss das Ufer fest in die Hände nimmt.

Alles wird sich ändern, das ist wohl ein Fakt.
Wie das Wasser, die Ufer überschwemmt.
Doch der Fluss nimmt auch wieder ab.
Daran denk ich heut beim Hochwasser.

Und sie bauen und machen weiter,
Überall, wo Babel ruft.
Doch auch dort wird der Fluss mal breiter.
Daran denken sie, als das Wasser kommt.

Muss sich alles ändern, ist das wirklich Fakt?
Wie das Wasser, die Ufer überschwemmt.
Manches bleibt einfach im Takt,
Daran denk ich heut beim Hochwasser.

Kann ich dafür

Was sonst kann ich tun?
Außer Fernsehn zu sehn?
Katastrophen im Wohnzimmerformat
Die moderne Form des Theaters.

Tränen im Objektiv
Die Kamera zeigt es uns
Verkabelt mit Television
Bezeugen wir Horrorvision

Kann ich dafür
Wenn nichts ist so wie es war

Was sonst kann ich tun
Außer Zeitung zu lesen
Was sonst muss ich noch sehn
Dieses Elend zu verstehn?

Kann ich dafür
Wenn nichts ist so wie es war

Je mehr wir sehen
So wenig wir verstehn
Was bringt die Zukunft wohl
Wie wird sie sein?

Kann ich dafür
Wenn nichts ist so wie es war

Kann ich dafür
Wenn nichts ist so wie es war

Kann ich dafür
Wenn nichts ist so wie es war

Leb

Müde von den ganzen Sachen die sie sagen
In der Stadt und in der Welt.
Wir fokussieren nur Negativität,
Projezieren Schatten in die Realität.

Tu doch endlich was du tun willst,
Sieh doch endlich das du lebst.

Leb,
Jetzt und hier,
Immer mehr.

Leb,
Jetzt und hier,
Immer mehr.

Was besserers als das Leben kann uns niemand geben.
Mein Freund, ich hoff´ du siehst das auch.
Das Schicksal wartet jeden Tag.
Mein Freund, ich hoff´ du machst dich auf den Weg.

Tu doch endlich was du tun willst.
Sieh doch endlich das du lebst.

Leb,
Jetzt und hier,
Immer mehr.

Leb,
Jetzt und hier,
Immer mehr.

Komm und leb!

Ahh
Komm und leb
Komm und leb

Ahh
Komm und leb
Komm und leb

Tu doch endlich was du tun willst,
Sieh doch endlich das du lebst.

Left to sing

Lately I was lying in my sheets
I couldn´t find any sleep
Furries clang so dissonant that night
I felt impatience inside
I was thinking about you
All you argue, all you do

How can we hold on, go on, hold on, go on?

I wouldn´t wanna lie
Wouldn´t wanna hide
I would never ever change my mind
But if we don´t decide
What song is left to sing?

Here, in my distanced, small retreat
That night I was alone and incomplete
Blighted by the hot and sultry air
The only thought: You´re far away
Are you thinking about me?
All I argue, all I do?

Can we ever dream on, sing on, dream on, sing on?

I wouldn´t wanna lie
Wouldn´t wanna hide
I would never ever change my mind
But if we don´t decide
What song is left to sing?

Let us go then there, you and I
Let us be then there, far from here

I wouldn´t wanna lie
Wouldn´t wanna hide
I would never ever change my mind
But if we don´t decide
What song is left to sing

Manchmal

Du bist so nah
Immer da, für mich da
Wir sind so weit
Sind wir bereit, unsere Zeit

Mir fällt es schwer
Zu versteh´n, muß ich geh´n
Ob es bleibt
Mir ist nicht klar, sonderbar

Manchmal ist abends nur noch die Nacht
Manchmal morgens der Morgen erwacht
Manchmal nur in mir und manchmal in dir
In meiner Welt sind wir jetzt und hier

Tief in mir drin
Macht es Sinn, von Anbeginn
Oft frag ich mich
Ob ihr seht, wohin es geht

Kann es sein
Das wir uns verstehen
Lieber allein, als unterzuge´n

Manchmal ist abends nur noch die Nacht
Manchmal morgens der Morgen erwacht
Manchmal nur in mir und manchmal in dir
In meiner Welt sind wir jetzt und hier

Mädchen aus Ecuador

Mein Mädchen aus Ecuador
Warum nur rührst du mich so?
Wenn du hier bei mir bist,
Und mit deinen Augen blickst.
Rührst du mich so,
Mädchen aus Ecuador.

Wie tausend Sonnen so hell
Wärmt mich dein Lächeln sehr
Doch tausend Tränen tief
Eine Trauer in deinem Herzen liegt
Das rührt mich so
Mein Mädchen aus Ecuador

Mein Mädchen aus Ecuador
Warum nur rührst du mich so?
Wenn du hier bei mir bist,
Und mit deinen Augen blickst.
Rührst du mich so,
Mädchen aus Ecuador.

Mein Mädchen aus Ecuador
Warum nur rührst du mich so?
Rührst du mich so,
Mädchen aus Ecuador.

La la la la la la la la la la
La la la la la la la la la la

Es ist wie Zauberei
Zusammen nur mit dir zu sein
Dann bin ich frei
Und mit allem eins

Mein Mädchen aus Ecuador
Warum nur rührst du mich so?
Ich geh mit dir an jeden Ort
Ganz egal wo der auch ist
Denn du rührst mich so
Mädchen aus Ecuador

Nachricht in der Flasche

Schiffbrüchig angeschwemmt,
Ne Insel tief im Meer.
So einsam hier,
Niemand außer mir.
Mehr Einsamkeit, als irgendwer erträgt.
Rette mich bevor, bevor sie mich erschlägt.

Ich schick ein SOS in die Welt.
Ich schick ein SOS.

Ich hoffe irgendjemand
Ich hoffe irgendjemand
Ich hoffe jemand findet meine

Nachricht in der Flasche
Nachricht in der Flasche.

Ein Jahr vorbei
Seit ich den Zettel schrieb.
Es war klar,
dass keine Antwort kam.
Nur die Hoffnung noch
Hält mich hier am Leben.
Liebe rettet dich,
Liebe bricht dein Herz.

Ich schick ein SOS in die Welt.
Ich schick ein SOS.

Ich hoffe irgendjemand
Ich hoffe irgendjemand
Ich hoffe jemand findet meine

Nachricht in der Flasche
Nachricht in der Flasche.
Nachricht in der Flasche
Nachricht in der Flasche.

Wach heut‘ morgen auf,
Glaub nicht was ich seh‘.
Millionen Flaschen da,
Angeschwemmt am Strand.
Bin wohl nicht allein, allein.
Schiffbrüchig sind so viel,
Sie suchen ein zu Hause.

Ich schick ein SOS in die Welt.
Ich schick ein SOS.

Ich hoffe irgendjemand
Ich hoffe irgendjemand
Ich hoffe jemand findet meine

Nachricht in der Flasche
Nachricht in der Flasche.
Nachricht in der Flasche
Nachricht in der Flasche.

Ich schick ein SOS.
Ich schick ein SOS.
Ich schick ein SOS.
Ich schick ein SOS.

Nur die Zeit

Wann, sag mir wann, ist ein Mann wirklich ein Mann?
Ist er’s nur dann, wenn er gewinnen kann?
Wann, sag mir wann, wird‘s in Zukunft mal so sein,
Dass ein Wort wie „Uns“ so ist wie „Dein“ und „Mein“?
Nur die Zeit, nur die Zeit,
Nur die Zeit ist’s, die es weiß.

Wann, sag mir wann, ist ein Land auch ein Land?
Ist es das nur mit Anderen Hand in Hand?
Wann, sag mir wann, ist er leer der Waffenschrank?
Wenn man sieht, woran die Welt so krankt?
Wann, wann, schaut man nach oben hoch,
Zu seh’n wie schön der Himmel ist?
Wie lang kann ein Mensch blind tun und doch seh’n?
Wie viel Geld müsste er dafür verdie‘n?

Nur die Zeit, nur die Zeit,
Nur die Zeit ist’s, die es weiss.

Wann, sag mir wann, sind Leben gleichviel wert?
Eigentlich ist das gar nicht schwer.

Wann, sag mir wann endlich, fragen wir uns das?

Out of the night

Love! True daughter of god
Saviour and seed of life
Did I ever complain?
Did I ever give up to find it?

Night! Falls down on me
Your crystal existence
Did I fear solitude?
Did I ever reject your silent way?

Out of the night, bring on the day
The very moment I can bear.
Looking for the great beyond
Holding time within my hands

Me! Longing for you
Faith and completeness
Will I ever succeed,
Understand my needs?

Out of the night, bring on the day
The very moment I can bear.
Looking for the great beyond
Holding time within my hands

Out of the night, out of the night
Out of the night, bring on the day

Prolog

In der Stille meines Zimmers sitze ich
Musik und Wörter reihen sich,
Mal elegant, mal ungelenk,
Es wird dir nichts geschenkt.

Ich bin vernetzt wie nie zuvor
Und steh nun da, ich armer Tor,
In einer Welt voll Überfluss.
Wie steht es da nur mit der Kunst?

Darum muss ich in den Noten suchen
Manchen Dichter auch besuchen.
Damit das, was ich sich dort mir zeigt,
Nicht nur bleibt für meine Wenigkeit.

Setz ich es hier zusammen nun
Und denk das ist nur opportun.
So kommt einfach rein zum hörn.
Ich gehe jetzt und will dabei nicht störn.

Sie ist weg

Nun niemand hat mir von ihr erzählt.
Wie sie immer lügt.
Nun niemand hat mich vor ihr gewarnt.
Wie geschickt sie betrügt.
Es ist zu spät es zu bereuen.
Was soll ich tun?
Ich weiß es nicht mehr.

Bitte, such nicht mehr nach ihr,
Sie ist weg.

Oh lasst mich euch beschreiben wie sie geht
Und sich bewegt,
Die Kunst ihrer Art.
Ihr Blick war hell und klar,
Die Stimme weich und warm.
Doch sie ist weg.

Nun niemand hat mir von ihr erzählt.
Mein Herz steht starr.
Nun niemand hat mir von ihr erzählt.
Weil es allen klar war.

Oh lasst mich euch beschreiben wie sie geht
Und sich bewegt,
Die Kunst ihrer Art.
Ihr Blick war hell und klar,
Die Stimme weich und warm.
Doch sie ist weg.

Oh lasst mich euch beschreiben wie sie geht
Und sich bewegt,
Die Kunst ihrer Art.
Ihr Blick war hell und klar,
Die Stimme weich und warm.
Doch sie ist weg.

Schlaflied

Lange Tage neben einem stummen Telefon
Lange Schatten, leeres Zimmer ohne Ton
Lange Jahre, stilles Herz

Die Bahn kommt und ich steige ein mit kaltem Wind
Und da oben in dem Fensterrahmen kuckst du blind
Langes Glück und stiller Schmerz

Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Die S-Bahn fährt hellerleuchtet durch das nächtliche Feld
Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Das letzte Taxi hat den Motor abgestellt

Lange Reisen, Zeiten voller Zweisamkeit
Kurze Blicke und eine ungewisse Einsamkeit
Langer Abend, stiller Gesang

Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Die S-Bahn fährt hellerleuchtend durchd das nächtliche Feld
Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Das letzte Taxi hat den Motor abgestellt

Muschelboden, Wellenspiel
Wortgewandtes Wechselspiel

Sommersprossen, Grasgeruch
Nacktes Schwimmen, nasser Mund

Verzerrtes Lied ohne Reim,
Langer Lauf, verpasste Bahn

Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Die S-Bahn fährt hellerleuchtet an dem dunklen Fluß vorbei
Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Und jede kleine Zeile ist dein

Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Die S-Bahn fährt hellerleuchtet durch das nächtliche Feld
Schlaflied, ich singe dir ein Schlaflied
Das letzte Taxi hat den Motor abgestellt.

Sommerzeit

Mein Schatz, es ist schon lange her,
seit die Welt vom Sommer mir erzählt‘.
So einsam auch der Winter war,
so schnell vergeht er überall.
Alles fließt, nichts ist mehr starr,
jeden Tag.

Das Dunkel malt sein letztes Schwarz,
denn das Licht erfüllt jetzt jedes Herz.
Farben fordern ihren Platz
und richten sich in ihm neu ein.
Buntes ist nun täglich Gast
und strahlt herein.

Sommerzeit,
wie das All, so weit.
Komm‘ nur ‘raus und sieh‘,
wie eine helle Symphonie!

Sommerzeit,
sag‘, bist du bereit?
Angst geht über Bord,
öffne den Akkord!

Ein Maler fängt das Tageslicht,
damit es niemals mehr erlischt.
Denn der Sommer mietet sich nur kurz
als Gast in unser‘m Hause ein.
Doch ewig glänzt dein Sommerlicht
durch Raum und Zeit.

Sommerzeit,
wie das All, so weit.
Komm‘ nur ‘raus und sieh‘,
wie eine helle Symphonie!

Sommerzeit,
sag‘, bist du bereit?
Angst geht über Bord,
laut klingt der Akkord.

Sommerzeit,
wie das All, so weit.
Komm‘ nur ‘raus und sieh‘,
wie eine helle Symphonie!

Sommerzeit,
sag‘, bist du bereit?
Angst geht über Bord,
öffne den Akkord,
den Akkord, den Akkord!

Yeah!

Sommerzeit,
wie das All, so weit.
Komm‘ nur ‘raus und sieh‘,
wie eine helle Symphonie!

Sommerzeit,
sag‘, bist du bereit?
Angst geht über Bord,
laut klingt der Akkord!

Sommerzeit,
wie das All, so weit.
Komm‘ nur ‘raus und sieh‘,
wie eine helle Symphonie!

Sommerzeit,
sag‘, bist du bereit?
Angst geht über Bord,
öffne den Akkord!

Sonne des Westens

Wenn am Samstag die Sonne strahlt,
Das Blau den Himmel über Düsseldorf malt.
Wenn die Altstadt langsam erwacht,
Der Händler seinen Laden aufmacht.

Wenn der Rhein der Promenade folgt,
Steht im Norden die Arena stolz.
Dann werden alle schnell nach draußen gehen.
Denn bald schon wird sich wieder etwas drehen.

Alles ist dann nur noch rot weiß,
Denn Fortuna ist die

Sonne des Westens
Du gehörst zu den Besten
Sonne des Westens
Dich wird man niemals, je vergessen
Sonne des Westens

Was auch immer passiert
Die Fortuna ist hier
´95 Olé
´95 Olé

Wenn die Fans auf den Rängen singen
Und 50 000 Stimmen klingen.
Wenn man dann auf die Jungs anstößt,
Ist die Spannung nach dem Spiel gelöst

Alles ist dann nur noch rot weiß,
Denn Fortuna ist die

Sonne des Westens
Du gehörst zu den Besten
Sonne des Westens
Dich wird man niemals, je vergessen
Sonne des Westens

Von Toni Turek unserem Fußballgott
Bis hin zu Zewe und den Allofsbrüdern.
Mit Lumpi Lambertz läuft der Fußball hier
Endlich wieder rund.

Fortuna, Fortuna
Denn sie ist die

Sonne des Westens
Du gehörst zu den Besten
Sonne des Westens
Dich wird man niemals, je vergessen
Sonne des Westens

Was auch immer passiert
Die Fortuna ist hier
´95 Olé
´95 Olé

Sonne des Westens
Du gehörst zu den Besten
Sonne des Westens
Dich wird man niemals, je vergessen
Sonne des Westens

Sonne
Sonne
Sonne
Sonne des Westens

1979
Fortuna, Fortuna
1980
95,95
2008
Hey, hey, hey, hey, hey, hey
95 Olé

So hoch

Sie ist der Traum,
unerreichbar weit in ihrer reichen Welt.
Top gestylt,
sie shoppt, wann ihr‘s gefällt.

Du fährst im Bus,
sie fliegt meistens im privaten Jet.
Sie ist der Schuss,
du höchstens nett.

Versuch’s erst gar nicht!
Siehst du’s nicht?
Sie ist

So hoch wie ein Stern,
so hoch und so fern.

Sie trinkt Mumm,
du meist fades Wasser ohne Gas.
In den News
ist sie auch öfters Gast.

Wie ein Star
aus einer fernen Galaxie
weit weg von dir.
Manchmal muss man weiter
als man denkt.

Versuch’s doch einfach und
sieh‘ sie an!
Sie ist

So hoch wie ein Stern,
so hoch und so fern.

Solo

So hoch wie ein Stern,
so hoch und so fern.

So hoch wie ein Stern,
so hoch und so fern.

So hoch,
so hoch,
so hoch,
so hoch,
so hoch,
so hoch.

Stadtverkehr

Was für ein Tag!
Die Sonne lacht mich an,
und der Stau macht lahm
die Straße an.

Seit zwei Blocks
fahr‘ ich quer und krumm
hier stundenlang und
dumm herum.

Das Auto schwitzt
im heißen Sonnenlicht.
Ich glaube nicht, dass
es nochmal fahren wird.

Und gleich ist´s drei
und ich muss
bei dir sein.

Stadtverkehr,
er kommt durch zu dir.
Stadtverkehr,
nur ich, ich steh´ noch hier.
Stadtverkehr,
selbst Cupidos Pfeil hätt´s schwer.
Stadtverkehr,
er kommt durch zu dir.
Und ich steh´ hier.

Mein Herz rast
im Heavy Metal Takt.
Es ist doch alles wirklich
zugeparkt.

Wär‘ ich nur König, Diplomat,
hätt‘ ich ´nen Jet und keinen
kleinen Smart.

Und könnt´ um drei
ganz locker
bei dir sein.

Stadtverkehr,
er kommt durch zu dir.
Stadtverkehr,
nur ich, ich steh´ noch hier.
Stadtverkehr,
selbst Cupidos Pfeil hätt´s schwer.
Stadtverkehr,
er kommt durch zu dir.
Und ich steh´ hier.

Stadtverkehr

Stadtverkehr

Stadtverkehr

Und ich steh hier.
Stadtverkehr,
er kommt durch zu dir.
Stadtverkehr,
nur ich, ich steh´ noch hier.
Stadtverkehr,
selbst Cupidos Pfeil hätt´s schwer.
Stadtverkehr,
er kommt durch zu dir.

Stadtverkehr,
Stadtverkehr,
nur ich, ich steh´ noch hier.
Stadtverkehr,
und ich steh‘ hier.

Tage offener Hände

Sag mir, wie weit du gehst,
Um zu sehen wo du stehst?

Hast du deine Grenze schon gesehen?

Sag mir, woher du kommst,
Von welchem Ort du träumst

Weißt du, daß du die Geschichte in dir trägst?

Denn du bist im Kollektiv und doch der Superlativ
Sei nicht nur reaktiv, sondern aktiv
Denn es kommen

Tage offener Hände
Es öffnet sich jede Faust
Tage offener Hände
Dann, wenn du dich traust

Sag mir, was du siehst,
Wenn du nur konsumierst was du siehst.

Hast du die Welt noch nicht gesehen!

Sag mir, wie du erlebst,
Wenn Gefühl trocken verebbt

Hast du mit anderen denn schon wirklich gelebt?

Denn du bist im Kollektiv und doch der Superlativ
Sei nicht nur reaktiv, sondern aktiv
Denn es kommen

Tage offener Hände
Es öffnet sich jede Faust
Tage offener Hände
Dann, wenn du dich traust

Von Lack und Affen

Das französische Wort „vernis“ bedeutet “Lack”, und dieses kleine, harmlose Wort veränderte sich mit der Zeit zu dem wesentlich beeindruckenderen „Vernissage“, was „Lackierung“ bedeutet. Das Attribut „beeindruckend“ ist hier nicht ohne Hintergedanken gewählt und soll die Bedeutsamkeit dieses Wortes in der heutigen Zeit unterstreichen. Vernissage beschreibt nämlich die Präsentation von Kunstwerken, die ein oder mehrere Künstler in einem bestimmten Zeitraum ausstellen. So viel zur etymologischen Herkunft des Wortes.

In der letzten Woche war ich in der glücklichen Lage, an einer solchen Veranstaltung, die sich Vernissage nannte, teilnehmen zu dürfen, nicht nur das, nein, ich war sogar eingeladen. Voller Stolz und Vorfreude fuhr ich also zu dem vielversprechenden Großereignis. Die stylische, hippe Location befand sich in einem In-Stadtteil in einem total cool designten Haus, welches ein wenig die Industriezeitalter-Architektur in einer perfekten neuen Gründerzeiten-Fassade zitierte. Es war überwältigend. Von dem flachen Dach hing ein großes, meterlanges Banner, das in unauffällig riesigen Lettern die Ausstellung anpries, dezent, stilvoll. Ich konnte es kaum erwarten und erhoffte eine neue, für mich erhellende Welt zu entdecken, da ich im Bereich der bildenden Kunst das bin, was man getrost ein unwissendes Landei nennen kann. Ich weiß gerade einmal, dass Andy Warhol kein Dosengericht und das Lächeln der Mona Lisa nicht nur ein Film mit Julia Roberts ist. Dann hört es aber auch schon auf. Mir konnte sich auch nie erschließen, wie ein paar Farbkleckse, deren Bedeutung oft dem Künstler selbst rätselhaft war, Millionen wert sein konnten. Auch die messianische Verehrung manch eines Künstlers blieb für mich ein Enigma. Doch heute, so dachte ich, würde sich wenigstens ein Teil des Rätsels lösen.

Als ich den Raum betrat, umgab mich sofort eine topmoderne, loungige Atmosphäre mit Flatscreens, auf denen Blubberblasen zwischen in sich verschwimmenden Linien zu sehen waren, Lichtkegel in gedeckten Farben illuminierten den Saal, coole Sounds waberten durch die Luft, einem Tripp durch eine Lavalampe nicht unähnlich. Mit einer leichten Anfangsverwirrung schritt ich weiter und entdeckte neben mir eine Szenerie, bestehend aus zwei Menschen, die, bekleidet mit hautengen Latexanzügen und Gummimasken, gebeugt über Laptops saßen und unentwegt auf der Tastatur tippten. Dabei verrenkten sie sich seltsam und es wirkte, als persiflierten sie jede ihrer Bewegungen. Ihre virtuelle Unterhaltung wurde auf einen Screen übertragen, der erklärte, dass beide Protagonisten Teil eines Kunstwerkes seien, in dem sie sich der Anonymisierung in einem Sex-Chat-Room hingaben. Ich staunte genau wie die kleine Gruppe neugieriger Damen, sie mochten um die 30 Jahre alt gewesen sein, die aufgeregt auf ihre blinkenden Smartphones blickten und tippten, während sie sich manchmal gegenseitig die kleinen Bildschirme vor die Gesichter (Kontaktlinsenhalter, Apfelhalter, Schminkäpfel)) hielten. Ich ging weiter. Nach dem Bestaunen einiger Bilder und weiterer, wie ich lernen durfte, Installationen, sprach mich ein Mann an. Er wirkte sehr wichtig und strahlte eine professionelle Langeweile und latente Genervtheit aus, die ich immer so an wichtigen Menschen bewunderte. Man traute sich nicht auch nur daran zu denken, mit einem solchen Menschen konversieren zu dürfen. In seiner Hand hielt er einen grünlich schimmernden Drink, den er durch einen orange blinkenden Strohhalm trank, der sich wiederum um das schlanke Cocktailglas wie eine Schlange wand. Er sprach mich an.

Er: „Na, zum ersten Mal bei einer solchen Vernissage? Was halten sie denn von integrierten Konzepten der Video- und Performance-Kunst?“

Ich: „Äh, jjj..ja. Was bitte? Konzepte? Video? Er: „Ach, Schätzchen, na die Überwindung der paradigmatischen Abbildung der Disziplinen vor dem Hintergrund ihrer singulären

semantischen Auflösung. Ich finde es höchst bemerkenswert, dass wir hier an diesem Prozess so unmittelbar teilhaft werden dürfen.“

Ich: „Ja, ähm, wirklich. Ja, äh, ich musste mich auch überwinden die Abbildungen anzusehen und..“

Er: „Ach, welch Wunder, dort sehe ich Vincent Bricasserat aus New York, mein Gott, oh Gott, oh Gott. Ein Ausnahmekünstler der über New York nach Berlin gegangen ist, weil dort das kreative Herz der Welt schlägt. Er ist erst 23 Jahre jung, todkrank und auch noch Dichter. Er würde dir bestimmt gefallen, toll, toll, toll. Ich muss ganz schnell dorthin. Tut mir leid Schätzchen“, sprach er und entschwand.

Ich blieb ratlos stehen und rieb mir die Augen in dem gerade aufkommenden Blitzlichtgewittern einiger Fotografen, die auch diesen Vincenttypen entdeckt haben müssen. Ich hatte noch nie von ihm gehört. So schlenderte ich weiter und blieb nach einem ziellos verlaufenden Weg von ca. 50 Metern vor einem überdimensionierten Rahmen stehen, in dem nichts zu sehen war außer einer weißen, makellosen Leinwand. Nur ein Satz stand an der Seite und verriet den Titel des Kunstwerks: „Deine Gedanken“. Der Künstler des Werkes, nach dem Schild hörte er auf den schlichten Namen „Mo“ , bezweckte mit dem Bild den Betrachter zum Denken anzuregen und die Fläche mit seinen eigenen Ideen und Gedanken imaginär zu füllen. Unter dem Schild hing noch eine kleine Plakette, die Mo als Träger eines wichtigen Kunstpreises für dieses Werk auswies. Während ich nun schüchtern versuchte mein imaginäres Bild zu malen, was gar nicht so leicht war, da ich ja erst einmal meine imaginäre Palette und Pinsel suchen musste, vernahm ich eine Stimme.

Er: „Ah Schätzchen, du hast schon Mo entdeckt. Ist er nicht sagenhaft, diese kreative Kraft…“

Den Rest seiner Ausführungen hörte ich nur noch wie durch einen Nebel von Geräuschen, die um mich herum erklangen, rannte nur so schnell ich konnte weg und fand mich schließlich vor dem Eingang wieder, direkt unter dem riesigen Banner. Angstschweiß perlte von meiner Stirn, die Knie ich wackelten mir. Während ich nun versuchte mich zu erholen, meine progressiven Gedanken wieder einzuholen, gelangte ich zu der Erkenntnis, dass ich in der bildenden Kunst wohl auf ewig ein kompromissloser Bauer bleiben würde. Ich war einfach überfordert mit so viel Talent, so viel  Könnerschaft. Aber ich wusste nun auch endlich, wie es zu der Verbindung der Substantive „Lack“ und „Affe“ gekommen sein musste.

[1]

Namen mit mehr Bedeutung suchen, etwas doppeldeutiges

Wenn du jemanden brauchst

Verlorene Zeit,
Traum entzweit.
Wie eine Muschel tief im Sand
am Meeresrand.

Weiter Weg,
vom Wind verweht.
Ganz ohne Kompass, richtungslos
in der Welt so groß.

Es gibt so Vieles, das du oft nicht siehst
oder sehen willst.
Doch eines Tages ist alles ein Bild,
das du sehen willst.

Wenn du jemanden brauchst,
bin ich da und helf‘ dir auf.
Wenn du niemandem traust,
hör‘ ich zu, verlass‘ dich drauf.

Verwehtes Blatt,
ein Baum so nackt.
Wie tief im Herbst die Sonne
früher untergeht.

Kreis der Natur,
er schließt dich auch mit ein
wie unsichtbar.
Schickt dir nach Winter und Herbst
auch die Wärme
so wunderbar.

Wenn du jemanden brauchst,
bin ich da und helf‘ dir auf.
Wenn du niemandem traust,
hör‘ ich zu, verlass‘ dich drauf.

Wenn du jemanden brauchst,
bin ich da und helf‘ dir auf.
Wenn du niemandem traust,
hör‘ ich zu, verlass‘ dich drauf.

Wenn du jemanden brauchst.

Wenn du jemanden brauchst,
bin ich da und helf‘ dir auf.
Wenn du niemandem traust,
hör‘ ich zu, verlass‘ dich drauf.

Wenn du jemanden brauchst,
bin ich da und helf‘ dir auf.
Wenn du niemandem traust,
hör‘ ich zu, verlass‘ dich drauf.

Wenn du jemanden brauchst,
bin ich da und helf‘ dir auf.
Wenn du niemandem traust,
hör‘ ich zu, verlass‘ dich drauf.

Wenn du jemanden brauchst,
bin ich da und helf‘ dir auf.
Wenn du niemandem traust,
hör‘ ich zu, verlass‘ dich drauf.

Wenn ich jemanden brauche

Wenn ich einmal jemanden brauch
Dann mein Schatz bist du diejenige

Wenn ich jemanden brauche

Wenn ich Zeit verschwenden kann,
Ja, dann bestimmt mit dir an meiner Hand.

Wenn ich jemanden brauche

Wär´ jetzt eine andere Zeit
Dann wär´n wir sicherlich zu zweit
Doch versteh´ ich bin so sehr verliebt.

Schick´ mir eine SMS
Und schreib mir irgendwann einmal im Netz

Wenn ich jemanden brauche

Solo

Wenn ich einmal jemanden brauch
Dann mein Schatz bist du diejenige

Wenn ich jemanden brauche

Wenn ich Zeit verschwenden kann,
Ja, dann bestimmt mit dir an meiner Hand.

Wenn ich jemanden brauche

Wär´ jetzt eine andere Zeit
Dann wär´n wir sicherlich zu zweit
Doch versteh´ ich bin so sehr verliebt.

Schick mir eine SMS
Und schreib mir irgendwann einmal im Netz

Wenn ich jemanden brauche

Werd ich jemals sein

Ich hab die Sonne auf dem Gipfel berührt,
Ich hab den Kopf zu den Sternen gedreht.
Ich hab mit dir im Reich der Lichter gelebt,
Ich hab das Leben in uns drin gespürt.

Ich stand hier schon oft im kalten Regen
Und die Welt drehte sich in meinem Kopf.
Und ich dachte du könntest etwas verändern.
Werd ich jemals sein, der Mann der ich sein soll?

Ich sah den Sommer und fallendes Laub
Und Zugvögel wie sie ziehn.
Ich sah Jahreszeiten schnell entfliehn,
Gefangen in dem ewigen Lauf.

Ich stand hier schon oft im kalten Regen
Und die Welt drehte sich in meinem Kopf.
Und ich dachte du könntest etwas verändern.
Wird ich jemals sein, der Mann der ich sein soll?

Ich hab in endlos vielen Büchern gesehen,
Wie die Welt sich verschieden zeigt.
Es ist egal wer das was wo schreibt,
Mit dir konnt ich sie erst verstehn.

Aber es ist so,
Es war und wird
Alles wieder anders sein.
Und das was, wieder Werden sein.

Ich stand hier schon oft im kalten Regen
Und die Welt drehte sich in meinem Kopf.
Und ich dachte du könntest etwas verändern,
Werd ich jemals sein, der Mann der ich sein soll?

Ich stand hier schon oft im kalten Regen
Und die Welt drehte sich in meinem Kopf.
Und ich dachte du könntest etwas verändern,
Werd ich jemals sein, der Mann der ich sein soll?

Was auch immer du tust

Werd´ ich jemals sein
wie du mich haben willst,
dein bester Freund, dein Doktor
und dein Lieblingsfeind

Werde ich jemals sagen,
was du hören willst,
ein Kompliment und
das mein Herz nur für dich brennt.

Werd ich jemals leben
wie du es haben willst,
gut geplant, voller Elan
und ganz spontan.
Werd ich jemals schreiben,
Lieder wie du sie willst,
gut im Groove, voller Glut
und Übermut

Du, Baby, zeigst mir, dass ich fliege.
manchmal hoch und
manchmal tief.
Du, Baby, zeigst mir, dass ich liebe,
manchmal wenig und
manchmal viel.

Was auch immer du tust.

Werde ich dann versteh´n,
was du mir sagen willst,
Schwarz ist weiss und Ja ist Nein,
Das Spiel läuft immer gleich.
Werde ich dann versteh´n,
was es auf sich hat,
mit Evas Apfel oder Romeo und Julia.

Du, Baby, zeigst mir, dass ich fliege.
manchmal hoch und
manchmal tief.
Du, Baby, zeigst mir, dass ich liebe,
manchmal wenig und
manchmal viel.

Was auch immer du tust.

Solo

Werd´ich jemals
Ad Lib
Dein bester Freund
und dein Lieblingsfeind

Du, Baby, zeigst mir, dass ich fliege.
manchmal hoch und
manchmal tief.
Du, Baby, zeigst mir, dass ich liebe,
manchmal wenig und
manchmal viel.

Was auch immer du tust.

Du, Baby, zeigst mir, dass ich fliege.
manchmal hoch und
manchmal tief.
Du, Baby, zeigst mir, dass ich liebe,
manchmal wenig und
manchmal viel.

Was auch immer du tust.

Will ich dich

Der Abend gähnt, die Gäste steh´n,
so dass ich in die weite Nacht rausgeh‘,
die mich betört mit einem Bild,
das zugleich still ist und auch wild.

Die Nacht ist klar, der Mond scheint hell,
seine Silhouette zeichnet einen Kreis,
wie ein Spion in einer Tür,
die zu deiner Seele führt.

Machst du diese Tür heut‘ für mich auf,
zeigst mir was dich interessiert,
welche Ideen es in dir gibt?

Schließt du jedes Wort heut für mich auf,
erzählst mir was von deiner Welt,
was für dich dort zählt?

Denn ich verehre dich
und ich schwärm für dich
und nur darum

Will ich dich,
von jetzt bis irgendwo,
solange du mitkommst,
will ich dich.
Yeah, Yeah, Yeah

Will ich dich,
auf jedem weiten Weg,
den du begehen willst,
will ich dich.
Überall dort will ich dich.

Die Nacht ist klar, der Mond scheint hell,
seine Silhouette zeichnet einen Kreis,
wie ein Spion in einer Tür,
die zu deiner Seele führt.

Glaubst du, dass die Nacht den Tag enthält,
in ihr die Sonne trotzdem scheint,
wenn sie dir auch manchmal schwarz erscheint?

Hörst du, was sie still dir grad erzählt?
Worte sprechen aus ihr heraus.
Kommst du mit mir dorthin hinaus?

Will ich dich,
von jetzt bis irgendwo,
solange du mitkommst,
will ich dich.
Yeah, Yeah, Yeah

Will ich dich,
auf jedem weiten Weg,
den du begehen willst,
will ich dich.
Überall dort will ich dich.

Will ich dich
Yeah, Yeah, Yeah
Will ich dich,
will ich dich,
überall dort will ich dich.

„Keine Kunstform kann den Menschen so unmittelbar und einfach erreichen wie Musik. Sie ist ein großer Transporter, in dem wir unsere Errinnerungen, Träume und Stimmungen ohne jede Mühe transportieren. Heutzutage steht er meist im Stau.“

Christian Jahl